| Gustave, der Außerirdische
Bei der Landesfachtagung der Fachgruppe Fremdsprachen kam sie mit Gustave und demonstrierte den Teilnehmern, wie kindgerechter Fremdsprachen-Unterricht an der Grundschule gestaltet werden kann. Auch die Erwachsenen versetzte sie in die Illusion, ihre Puppe sei echt: Barbara Kirschner las eine Geschichte in Französisch vor; die Puppe wiederholte die einzelnen Worte, mal erstaunt, ärgerlich oder erfreut. Dann besah sie sich gemeinsam mit der Puppe und ihrem Publikum Bilder an einer Wand, die die Geschichte illustrierten. Schließlich verriet sie ihre Geheimnisse aus der Figurenkiste: Wie die Illusion entsteht und die Aufmerksamkeit der Zuschauer geweckt wird. Barbara Kirschner hatte nicht nur Gustave im Gepäck, sondern auch sprechende Objekte: Spieltiere, Phantasiewesen, ja sogar ein sprechendes Wasserspritzgerät. Ein anderes Thema auf ebenso spielerische Weise präsentierte Linda
Linder: Bei Ihrem Training zur Gehirnaktivierung durften die Teilnehmer
der Fachtagung jene Übungen an sich ausprobieren, die später
ihre Schüler ausführen sollen. Sie erfuhren, dass Inhalte sich
besser einprägen, wenn sie mit Emotionen verknüpft werden. Je
nach Lerntyp werden schwierige Vokabeln farbig markiert, ganz groß
rechts an den Rand oder ganz klein links unten geschrieben oder mit einem
Klebezettel am Spiegel befestigt. Zahlenreihen werden in kleinere Eineiten
zerlegt, Namen mit Vorstellungen von der Gestalt, der Ausstrahlungskreaft
oder eine Eigenschaft der Person verknüpft und rhythmisch sprechend
im Gedächtnis verankert.
© Copyright Barbara Kirschner, München 2003. |